Ernährung im Wandel der Zeit

Früher haben wir das Essen gejagt, heute jagt das Essen uns

Unsere Vorfahren gewannen vor der Einführung des Ackerbaus ihre Energie ausschließlich durch den Verzehr von

  • Fleisch und Fett
  • saisonal zur Verfügung stehenden Früchten, meist Beeren und
  • faserreichen Wurzelgemüsen.

Gleichzeitig hatten sie eine sehr viel höhere Bewegungsleistung zu erbringen als die durchschnittliche »Couch-Potato« heute.

Genau auf die damalige Lebensweise sind aber der menschliche Körper und sein Stoffwechsel abgestimmt. – Auch heute noch!

Nicht Zucker, sondern primär Fette als Energielieferant

Den Menschen standen in dieser langen Periode der Menschheitsgeschichte weder Getreide- noch raffinierte Zuckerprodukte zur Verfügung, geschweige denn die Mengen an Fast-Food oder Backwaren. Die Kombination aus hoher Bewegungsleistung sowie die kohlenhydratarme Ernährung unserer Vorfahren führten dazu, dass sie primär Fett anstelle von Zucker als Energielieferant verbrannten.

Bei länger anhaltender Fettverbrennung entstehen aus den Zwischenprodukten der Fettsäuren die sogenannten Ketonkörper. Das sind Energiemoleküle, die unser Körper sozusagen als höherwertiger Treibstoff zur Verfügung gestellt bekommt und in den meisten Geweben – vor allem auch im Gehirn – verwerten kann. (Ketose)

Es ist also die Ernährungsweise der damaligen Jäger und Sammler, die es mit der sog. Paleo- oder Steinzeitdiät wieder zu entdecken gilt. Lange bevor der Ackerbau erfunden wurde und Getreide, Reis, Mais oder Kartoffeln zu den Hauptnahrungsmitteln wurden.

Aber keine Angst! Dies bedeutet nicht, dass man überhaupt keine Kohlenhydrate, kein Obst oder andere zuckerhaltige Lebensmittel mehr essen darf. Es heißt lediglich, dass man gerade mit dem Nährstoff, den wir am wenigsten benötigen, auch am sparsamsten umgehen und entsprechend weniger davon essen sollten.

Gut zu wissen!

Aus ernährungsphysiologischer Sicht benötigen wir streng genommen weder Kohlenhydrate noch Zucker.

Die Inuit in Alaska haben das über Jahrtausende bewiesen und überwiegend von Fett und Fleisch bzw. Fisch gelebt. Und bis zur »Zivilisierung« durch westliche Invasoren gab es dort weder Krebs noch andere chronische Erkrankungen. Beeindruckend aufgezeigt hat das der Polarforscher Vilhjálmur Stefánsson in seinem 1953 erschienen Buch »Krebs – eine Krankheit der Zivilisation«.

Der Körper ist zweifellos auch ohne bzw. einem geringen Kohlenhydrat-Anteil in der Lage, den für die wenigen, allein von Glukose abhängigen Gewebe erforderlichen Zucker vollständig selbst herzustellen. Das macht er aus bestimmten, zuckerhaltigen Aminosäuren: aus Milchsäure, wie sie Muskelarbeit hervorbringt, sowie aus einem Abkömmling des Fettstoffwechsels, dem Zuckeralkohol Glycerol.

Richtig: Unser Körper kann sogar aus Fett Zucker herstellen. Nicht viel, aber zusammen mit den beiden anderen Quellen völlig ausreichend zur Versorgung der wenigen, ausschließlich von Zucker abhängigen Gewebe wie z.B. den roten Blutkörperchen.

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